Was leistet ein Nulltarif* Hörgerät? Artikelbild

Nulltarif* – Was bedeutet dies bei Hörgeräten?

Zunächst gilt es den Begriff Nulltarif* zu präzisieren, damit kein falscher Eindruck bezüglich Güte und Qualität entsteht. Die gesetzlichen Krankenkassen haben in ihren Versorgungsverträgen für ihre Versicherten und mit den Leistungserbringern, dem Hörakustiker festgelegt, dass es eine technische Grundversorgung von Hörgeräten gibt, die keiner Eigenbeteiligung des Kunden bedarf und die gesetzliche Zuzahlung von zehn Euro pro Hörgerät nicht überschreiten darf. Da sich Kassengerät nicht so charmant anhört, nutzen wir den aus der Brillenbranche bereits lange genutzten Begriff Nulltarif* oder Basisversorgung.

Nulltarif* – Krankenkassen definieren Mindestanforderungen für Hörgeräte

Die Krankenkassen haben in diesem Zusammenhang auch die technischen Mindestanforderungen an ein Hörgerät festgelegt. So muss ein Hörgerät zum Nulltarif* heute zwei verschiedene Mikrofone1, vier unterschiedliche Kanäle, drei Hörprogramme, eine Störschallunterdrückung und eine Rückkopplungsunterdrückung (unterbindet das lästige Pfeifen) besitzen. Mit diesen technischen Features ist heute eine gute Basis für eine Grundversorgung gelegt, die dem Träger entsprechende Hörerfolge in unterschiedlichen Situationen sichert. Je anspruchsvoller der Höralltag ist, desto mehr schwierige Situationen hat ein Hörgerät zu verarbeiten. Bei der Bewältigung dienen hier oftmals kleine Helferlein, die ein noch besseres Verhältnis von Stör- und Nutzschall bewirken oder ein noch differenzierteres Erfassen unterschiedlicher Signale ermöglichen. Ähnlich einer Zubehörliste beim Autokauf, kann auch der Hörgeräteträger die Funktionen seines Hörgerätes je nach Wunsch und finanziellen Möglichkeiten erweitern.

Nulltarif* – Auswahl der Hörgeräte entscheidend

Natürlich ist auch die Auswahl und Aktualität der Hörgeräte, die der Hörakustiker anbietet, entschei­dend. Oftmals werden gerade im Basissegment veraltete, kosmetisch unattraktive Geräte angeboten, um den Kunden zu einer Zuzahlung zu verleiten. Wir von OHRpheus empfinden diese Vorgehensweise als unseriös und unlauter, weshalb wir uns entschlossen haben, unsere Nulltarif*-Geräte auch mit unserem Firmennamen auszustatten. Dies soll ein klares Bekenntnis zur Qualität und Aktualität des Produktes symbolisieren. Ebenso ist es uns wichtig, alle Bauformen anzubieten: Neben dem Hinter-dem-Ohr-Hörgerät auch ein Im-Ohr-Hörgerät zum Nulltarif*. Das Angebot einer guten Basisversorgung stellt die Grundlage für ein kompetentes Fachgeschäft sowohl aus Kundensicht, als auch aus Sicht des Vertragspartners des Hörakustikers, also der Kranken­kasse, dar. Jeder zufriedene Kunde, der ein Hörgerät zum Nulltarif* trägt, ist ein positiver Mei­nungsbildner zum im­mer noch stigmatisierten Thema „Hörgerät“.

1 ausgenommen bei IdO-Versorgung

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